22 Aug

Antragsverfahren im Marktanreizprogramm vereinheitlicht

Das BMWI vereinheitlicht das Antragsverfahren für das Marktanreizprogramm

Seit vielen Jahren fördert die Bundesregierung die Nutzung erneuerbarer Energien zur Erzeugung von Wärme und Kälte im Rahmen des Marktanreizprogramm (MAP). Nun hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Antragsverfahren überarbeitet und für alle Förderbereiche vereinheitlicht.

Ab dem 1. Januar 2018 muss im Antragsverfahen des Marktanreizprogramm (MAP)  der Antrag für die Maßnahme, für die man eine Förderung erhalten möchte vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Der Antragsteller muss also  seinen Antrag eingereicht und genehmigt haben, bevor er den Auftrag beispielsweise für die Errichtung einer Solartermieanlage oder einer Wärmepumpe an einen Handwerker erteilt. Die erforderlichen Planungsleistungen dürfen vor der Antragstellung beauftragt und erbracht werden. Für Förderfälle zum Jahresende wird Übergangsfrist eingeführt.

Bislang existierten zwei verschiedene Förderverfahren, die sich in der Antragstellung unterschieden. Alle übrigen Anforderungen, die das Marktanreizprogramm für die Förderfähigkeit von Erneuerbare-Wärme-Technologien aufstellt bleiben gleich. Die Änderung im Marktanreizprogramm ist am 14. August 2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden.

Die Anpassung des MAP-Antragsverfahren dient der Vorbereitung zur Umsetzung der Förderstrategie für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Nach dem Konzept der Förderstrategie werden haushaltsbasierte Förderangebote schrittweise reformiert und neu strukturiert. Das neue Förderkonzept soll bis 2020 umgesetzt sein.

Über das Marktanreizprogramm

Im Marktanreizprogramm fördert das BMWi die Errichtung von Anlagen, die erneuerbare Energien zur Erzeugung von Wärme und Kälte nutzen. Besonders gefördert werden Solarthermieanlagen, Wärmepumpen oder Pelletkessel, sowie die Errichtung von Wärmenetzen und -speichern. Die Förderung von Anlagen im kleineren Leistungsbereich erfolgt durch Investitionszuschüsse über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Größere Anlagen werden mit Tilgungszuschüssen zu günstigen KfW-Darlehen im Rahmen des KfW Programms „Erneuerbare Energien – Premium“ gefördert.

Weitere Informationen zur Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen des Bundes finden Sie auf http://www.machts-effizient.de

Quelle: Meldung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 15. August 2017.

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