Know-how-Transfer im Handwerk

Zuschuss als Förderung des Know-how-Transfers im Handwerk

Ab 1. April 2017 fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit einem Zuschuss den Know-how-Transfer im Handwerk. Mit dem Zuschuss soll der Erhalt und der Ausbau des Informations-, Beratungs- und Technologietransfernetzwerkes der Handwerksorganisationen sowie Qualifizierungsmaßnahmen der Stelleninhaber finanziert werden.

Gefördert wird in drei ineinandergreifenden Modulen, die Betriebsberatungsstellen (BB) welche die Beratung von Handwerksbetrieben und Existenzgründern in allen Fragen der Unternehmensführung, der strategischen Weiterentwicklung und der Innovationstätigkeit beraten. Eine systematische Steigerung der Innovationsbereitschaft und -fähigkeit sowie eine Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers ins Handwerk soll mit der Förderung von Beauftragten für Innovation und Technologie (BIT) erreicht werden. Auch Gewerbespezifische Informationstransferstellen (GIT) zur technischen und betriebswirtschaftlichen Forbildung von Meister und Gesellen erhalten einen Zuschuss. Diese sollen zur Steigerung und Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Handwerks beitragen.

Damit stehen Handwerksbetrieben kostenfreie, betriebsnahe, neutrale und unabhängige Informations- und Beratungsangebote zur Verfügung.

Mit dem Zuschuss verfolgt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das Ziel, kleinen und mittleren Unternehmen des Handwerks die Anpassung an den wirtschaftlichen und technischen Fortschritt zu erleichtern, und die Bereitschaft zur Existenzgründung zu stärken.

Antragsberechtigt sind Handwerkskammern, Kreishandwerkschaften, Innungen, Landesfach- und Landesverbände, überbetriebliche Ausbildungseinrichtungen, Fachverbände und Zentralfachverbände des Handwerks als Trägerorganisationen der Bildungseinrichtungen.

Zielgruppen für die Fortbildungen sind kleine und mittelständische Unternehmen des Handwerks gemäß der KMU-Definition der EU, sowie natürliche Personen, die vor einer Existenzgründung oder vor der Übernahme eines bestehenden Handwerksunternehmen stehen.

Voraussetzung für eine Förderung des Know-how-Transfers im Handwerk ist, dass das zu beratende Unternehmen oder Existenzgründer ihre Betriebsstätte oder Niederlassung in der Bundesrepublick Deutschland unterhalten.

Es werden nur Beratungen gefördert,  die von qualifizierten Beratern durchgeführt werden. Betriebsberater  und Inhaber der Gewerbespezifischen Informationstransferstellen müssen in der Regel ein Hochschulstudium abgeschlossen haben und über Erfahrungen in den Arbeitsbereichen Technologie und / oder Innovation verfügen.

Beauftragte für Innovation und Technologie (BIT)  müssen ein Hochschulstudium abgeschlossen haben und über Erfahrungen in den Arbeietsbereichen Technologie und / oder Innovation verfügen.

Der Bund bezuschusst die Beratungsstellen bzw. Beratungen der Handwerksorganisationen mit insgesamt 50 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Die Förderung beträgt jährlich für Betriebsberater bis zu 120 Tagewerke (8 Stunden) à 200 EUR, und für Beauftragte für Innovation und Technologie mit 30.000 EUR für Vollbeschäftigte.

Vollbeschäftigte in Gewerbespezifischen Informationstransferstellen werden mi 24.000 EUR bezuschusst. Darüber hinaus kann je Stelleninhaber ein Weiterbildungszuschuss in Höhe von 100 Euro jährlich gewährt werden.

Der Antrag auf Beratung ist von den Unternehmen bzw. Gründern bei der örtlich zuständigen Handwerkskammer  zu stellen. (Quelle: Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 10. Januar 2017, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 16. Januar 2017, B ; Pressemitteilung des BMWi vom 17. Januar 2017). Die Förderrichtlinie tritt am 1. April 2017 in Kraft und gilt bis zum 31. März 2022.

Weitere Informationen bietet das Informationsportal BISTECH unter http://www.bistech.de. Es informiert über neue Technologien, betriebswirtschaftliche und kaufmännische Inhalte sowie über das Beratungsangebot.

 

 

Du magst vielleicht auch