07 Jun

Stromeffizienzpotentiale nutzen

Zuschuss für Stromeinsparungen im Rahmen wettbewerblicher Ausschreibungen – Stromeffizienzpotentiale nutzen – STEP up!

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert im Rahmen einer wettbewerblichen Ausschreibung Investitionen zur Nutzung hocheffizienter Technologien und Produkte zur Senkung des Stromverbrauchs und will Stromeffizienpotentiale nutzen.

Die Förderung ist  akteursübergreifend sowie sektor- und technologieoffen ausgestaltet. Zentrales Kriterium für die Förderung sind die geringsten Förderkosten im Verhältnis zur erreichten Stromeinsparung (EUR/kWh).

Gefördert werden Einzelprojekte in Unternehmen oder Sammelprojekte für Dritte (Unternehmen, Private).

  •  Erneuerungsinvestitionen,
  • vorgezogene Ersatzinvestitionen,
  • Zusatzinvestitionen.

Die Wettbewerblichen Ausschreibungen werden in zwei verschiedenen Formen durchgeführt:

  • offene Ausschreibungen: Förderung von technologie- und sektoroffenen strombezogenen Effizienzmaßnahmen aller Akteure, die im eigenen Unternehmen oder im Rahmen eines Sammelprojektes für Dritte (Unternehmen, Private) Maßnahmen zur Einsparung von Strom durchführen.
  • Geschlossene Ausschreibungen: Diese richten sich an bestimmte Sektoren, Akteure oder Technologien mit bekannten hohen Potentialen und Hemmnissen, die gezielt adressiert werden.

Ziel ist es, zusätzliche Steigerungspotentiale im Bereich der Stromeffizienz zu erschließen.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, einschließlich wirtschaftlich tätiger kommunaler Betriebe, mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland, sowie Contractoren, die Maßnahmen im Rahmen eines Contractingvertrags bei antragsberechtigten Unternehmen durchführen.

Voraussetzungen

Maßnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs müssen mindestens der am Markt verfügbaren Hocheffizienztechnologie entsprechen. Es muss ein Anreizeffekt vorliegen, d.h. die Maßnahme würde ohne die Förderung nicht oder nicht im selben Umfang realisiert. Für die Durchführung der Maßnahme dürfen keine gesetzlichen Verpflichtungen oder behördliche Anordnungen bestehen. Die Amortisationszeit der geplanten Maßnahme bezogen auf die eingesparten Stromkosten beträgt ohne Förderung mehr als drei Jahre, bei einer weiteren technologieabhängigen Nutzungsdauer von mindestens zehn Jahren.

Für Vorhaben im Rahmen eines Contractings muss ein neuer, separater Contractingvertrag geschlossen werden. Eine Förderung von Maßnahmen im Rahmen bestehender Verträge ist von der Förderung ausgeschlossen.

Die geförderten Maßnahmen müssen auf dem Gebiet der Bundesrepublick Deutschland realisiert werden. Die technischen Komponenten der investiven Maßnahme sind mindestens bis zum Ende der im Antrag angegebenen Nutzungsdauer zweckentsprechend zu betreiben.

Die Teilnahmebedingungen der wettbewerblichen Ausschreibungen müssen erfüllt werden.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung efolgt in Form eines Zuschusses für einen Zeitraum von maximal drei Jahren. Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 30 % der zuwendungsfähigen Kosten. die Höchstbeträge für die einzelnen Projektarten werden in den jeweiligen Förderbekanntmachungen veröffentlicht.

Das Förderverfahren ist einstufig. Zur Umsetzung des Programms werden voraussichtlich zweimal jährlich Ausschreibungen veröffentlicht welche die aktuellen wettbewerblichen Teilnahmebedingungen (technische Vorgaben, Themen, Grenzwerte) definieren. Im Rahmen der ersten Bekanntmachung können bis zum 31. August 2016 Anträge eingereicht werden.

Im Rahmen  der ersten Ausschreibung von 25. Mai 2016 wird zur Förderung investiver Maßnahmen zur Stromeinsparung aufgerufen. Ein Antragsteller darf im Rahmen dieser Förderbekanntmachung maximal zwei Anträge in der „offenen Ausschreibung“ sowie einen weiteren Antrag im Rahmen der „geschlossenen Ausschreibung“ zur Thema „Energetische Sanierung von Aufzugsanlagen“ stellen. (Quelle: Richtlinie der Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vom 25.Mai 2016; Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 31. Mai 2016, B1; Erste Bekanntmachung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 25. Mai 2016, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 31. Mai 2016 B2; Pressemitteilung des BMWi vom 1. Juni 2016)

 

 

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