15 Okt

Bundesweiter Heizspiegel 2014 veröffentlicht

Bundesweiter Heizspiegel 2014 veröffentlicht
  • Durchschnittlich 1.000 Euro Heizkosten für 70 Quardatmeter-Wohnung
  • Heizung mit Öl 20 Prozent teurer als Erdgas
  • Rückzahlungen für kanpp 30 Prozent der Haushalte möglich
  • Für 2014 niedrigere Heizkosten erwartet

Durchschnittlich 1.000 Euro Heizkosten zahlten die Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Wohnung im vergangenen Jahr in Deutschland. Dabei mussten Haushalte, die mit Heizöl heizen, am tieftsten in die Tasche greifen. Im Schnitt wurden hier 1.085 Euro für das Jahr 2013 fällig. Das waren knapp 20 Prozent mehr, als Haushalte mit einer Erdgasheizung bezahlten. Diese bezahlten 910 Euro für die 70 Quadratmeter große Wohnung. Die Kosten für die fernwärmebeheizte  Wohnung betrugen im Durchschnitt 1.055 Euro und waren damit rund 16 Prozent höher als für gasbeheizte Wohnungen. Das sind die aktuellen Ergebnisse des neuen Bundesweiten Heizspiegels 2014, der am 13. Oktober in Berlin von co2online und dem Deutschen Mieterbund veröffentlicht wurde und auf www.heizspiegel.de zu finden ist.

„2013 ist es insgesamt etwas kühler gewesen als 2012, so dass ein geringer Anstieg des Heizenergieverbrauchs festzustellen war. Im Gegenzug ist der Heizölpreis um durchschnittlich sechs Prozent gesunken, die Erdgaspreise stiegen um 1,3 Prozent, die Fernwärmepreise um 2,8 Prozent“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. Der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, sieht eine Entlastung insbesondere für die knapp 30 Prozent der Haushalte, die mit Heizöl heizen „Erstmals seit langer Zeit können einzelne Haushalte bei der Heizkostenabrechnung 2013 sogar mit einer Rückzahlung im zweistelligen Bereich rechnen.

65.000 Gebäude in Deutschland ausgewertet

Ob der Heizenergieverbrauch die Heizkosten und die CO2-Emissionen ihres Gebäudes angemessen oder zu hoch sind, können Mieter und Eigentümer ab sofort mit dem Bundesweiten Heizspiegel 2014 prüfen. Neben dem kostenlosen Heizspiegel wird nun noch die aktuelle Heizkostenabrehnung 2013 benötigt.

Bereits zum zehnten Mal veröffentlicht die gemeinnützige co2online GmbH den Bundesweiten Heizspiegel. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert und vom Deutschen Mieterbund e.V. unterstützt. Für die aktuelle Auflage des Heizspiegels wertete co2online rund 65.000 Gebäudedaten aus ganz Deutschland aus. Der Bundesweite Heizspiegel 2014 ist als kostenloses PDF Dokument auf www.heizspiegel.de und www.mieterbund.de zu finden. Wer die Angemessenheit der Werte seiner Heizkostenrechnung vom Fachmann prüfen lassen möchte, kann auf http/www.heizspiegel.de ein detailliertes Heizgutachten bestellen. Bei rechtlichen Fragen helfe die Mietervereine vor Ort.

Sparpotenzial von Sanierungen nutzen – Heizkosten dauerhaft senken

„Der klimabereinigte Energieverbrauch von Wohngebäuden geht zwar seit Jahren leicht zurück“, erklärt Loitz. „Es könnte aber viel mehr Energie gespart werden, wenn neben einem bewussten Verbraucherverhalten endlich auch das Sparpotenzial energetischer Sanierungen und gerininvestiver Maßnahmen ausgeschöpft werden würde.“ Beispielsweise sollten Altbauten ausreichend gedämmt und mit effizienten Heizanlagen ausgestattet werden. Auch eine hydraulische Optimierung der Heizanlage reduziert den Heizenergieverbrauch.

„Für Mieter ist die energetische Sanierung der einzige Weg, um sich unabhängiger von langfristig steigenden Energiepreisen zu machen“, sagt Siebenkotten. „Die Kosten müssen allerdings gerecht zwischen Mieter, Vermieter und Staat aufgeteilt werden. Die öffentliche Förderung energetischer Sanierungen muss deshalb unbedingt verstetigt und weiter ausgebaut werden.“

Neuer Heizspiegel 2014 mit umfangreicheren Vergleichswerten

Inzwischen wird in rund 85 Prozent der zentral beheizten Wohngebäuden das warme Wassen über die Heizanlage erzeugt. Deswegen hat co2online die Vergleichbarkeit der eigenen Abrechnungswerte mit dem Heizspiegel vereinfacht. Die Heizspiegelwerte beinhalten ab jetzt die Anteile für Raumwärme und die Warmwasserbereitung. Damit folgen sie der Logik der Energieausweise, die sich nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) richtet.

Prognose für 2014

„Für das Abrechnungsjahr 2014 wird es für die meisten Haushalte „Geld zurück“ heißen. Die Preise für Heizöl sind von Januar bis Juli 2014 erneut um 5,4 Prozent gesunken. Auch Fernwärme wurde um gut ein Prozent preiswerter, und der Gaspreis lag stabil auf Vorjahresniveau. Gleichzeitig ist der Energieverbrauh im 1. Halbjahr 2014 gesunken. Die Wintermonate waren zu Beginn des Jahres deutlich weniger kalt als noch 2013. Somit wird die Heikostenabrechnung für das aktuelle Jahr aus heutiger Sicht deutlich niedriger ausfallen“, prognostiziert der Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten.

Über co2online und den Bundesweiten Heizspiegel

Die gemeinnützige co2online GmbH (http://www.co2online.de) setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven EnergiesparChecks, einem Energiesparkonto, Heizspielregeln motiviert sie den Einzelnen , mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. Ein starkes Netzwerk mit Partnern aus Medien, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik unterstützt verschiedene Informationskampagnen.

Seit 2005 wird der Bundesweite Heizspiegel von co2online veröffentlicht und vom Deutschen Mieterbund e.V. unterstützt. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert.

Über den Deutschen Miterschutzbund (DMB)

Der Deutsche Mieterschutzbund e.V. ist die Interessenvertretung aller MieterInnen und Mieter in Deutschland. Dem Deutschen Mieterschutzbund sind rund 320 örtliche Mietervereine angeschlossen, die an mehr als 500 Orten in ganz Deutschland ihre Mitglieder in mietrechtlichen Fragen beraten und unterstützen. (Quelle: Pressemitteilung von co2online und dem Deutschen Mieterbund vom 13. Oktober. 2013.

Broschüre „Bundesweiter Heizspiegel 2014“ (PDF, 561 kB)

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16 Sep

Teilnehmer für Sanierungstest gesucht

co2online sucht Teilnehmer für bundesweiten Sanierungstest

Wer Geld für einen Heizkessel oder eine Dämmung ausgibt, will seinen Energieverbrauch senken. Doch diese Rechnung geht nicht immer auf: Erste Auswertungen von co2online zeigen, dass zwischen den technisch möglichen Einsparungen und der Realität oft eine Lücke klafft. Ein Praxistest nimmmt diesen Unterschied nun unter die Lupe. Für das vom Bundesumweltministerium geförderte Forschungsvorhaben werden noch Teilnehmer gesucht.

Ein neuer Heikessel, dessen Effizienz hinter seinen Möglichkeiten bleibt, ist doppelt ärgerlich: Erstens, weil die energiesparende Wirkung nicht ausgeschöpft wird. Zweitens, weil der Nutzer vom verschenkten Potential oft nichts bemerkt. Er geht davon aus, mit dem modernen Kessel ein Mittel für weniger Heizkosten gefunden zu haben. Dass dies unter Umständen gar nicht stimmt, bleibt unentdeckt.

Haben Sie seit 2006 einen neuen Kessel eingebaut oder in die Dämmung Ihres Hauses investiert? Wollen Sie wissen, ob diese Sanierungen auch halten was sie versprechen? Dann werden Sie Teil eines bislang in Deutschland einmaligen Forschungsvorhabens. Bewerben Sie sich jetzt für den bundesweiten Sanierungstest. Gemeinsam mit Ihnen will co2online herausfinden, wie groß der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei Sanierungen ist und welche Gründe es dafür gibt.

Was wird beim Sanierungstest untersucht?

Zehntausende Eigentümer nehmen jedes Jahr eine energetische Sanierung Ihres Hauses vor. In der öffentlichen Diskussion geht es meist darum, wie sich die Zahl der Sanierungen steigern lässt (Sanierungsquote). Weniger im Fokus steht die Frage, ob die Sanierungen in der Praxis auch halten, was sie theoretisch an Energieeinsparungen versprechen (Sanierungswirkung). Dabei ist die Wirkung entscheidend – sowohl für den Eigentümer als auch für den Klimaschutz. Der Sanierungstest soll nun herausfinden, wie groß der Unterschied zwischen dem technischen Potential einer Sanierungsmaßnahme und der realen Energieeinsparung ist. Außerdem wird untersucht, warum manche Sanierungen in der Praxis erfolgreich sind, andere hingegen nicht.

Wer kann beim Sanierungstest mitmachen?

Bundesweit sind bis zu 200 Haushalte gesucht, die seit 2006 den Heizkessel erneuert oder nachträglich den Wärmeschutz ihres Hauses verbessert haben. Dies kann der Tausch der Fenster oder die Dämmung der Fassade, der Kellerdecke oder des Daches sein. Eigentümer und Verwalter von Mehrfamilienhäusern werden ebenso gesucht wie Eigentümer von ein bis zwei Familienhäusern.

Diese Anforderungen müssen die Teilnehmer erfüllen:
  • Einbau eines Heizkessels oder Erneurung des Wärmeschutzes seit 2006
  • Heizenergiemenge muss mittels Zähler genau erfassbar sein
  • Verbrauchsdaten müssen für mindestens 12 Monate vor und nach der Sanierungsmaßnahme vorliegen
  • Einverständnis für eine Vor-Ort-Besichtigung
Was sind meine Vorteile?
  1. Sie bekommen eine kostenlose Energieberatung eines Experten, der Ihre Sanierungsmaßnahme und das Haus genauer unter die Lupe nimmt. So werden Sie auf mögliche Fehler bei der Sanierung und auf Optimierungspotenziale aufmerksam gemacht.
  2. Mit Ihrer Teilnahme unterstützen Sie ein bundesweit einmaliges Forschungsvorhaben, welches vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Die Ergebnisse helfen, den Erfolg von Sanierungsmaßnahmen künftig zu verbessern und das Potenzial für CO² Minderungen im Gebäudebestand effizienter auszuschöpfen.
  3. co2online verlost unter allen Teilnehmern des Sanierungstests hochwertige Preise.
Wie ist der Ablauf des Sanierungstests?

Der Sanierungstest startet im September 2014 und endet im Februar 2015

Im Detail gestaltet sich der Ablauf so:

  • August bis Oktober 2014: Bewerbungsphase für interessierte Haushalte
  • September bis November 2014: Vor-Ort-Termine in den Häusern und ggf. Einbau von Messtechnik
  • September 2014 bis Februar 2015: Messung der Verbrauchsdaten
  • Februar und März 2015: Veröffentlichung erster Ergebnisse des Sanierungstests. Empfehlungen und Erkenntnisse werden gezielt an die Politik und die Energieeffizienzbranche kommuniziert.
Wer organisiert den Sanierungstest?

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online aus Berlin organisiert den Sanierungstest im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Renomierte Partner wie das Frauenhofer-Institut für Solare Energiesysteme und die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaft unterstützen das Projekt mit ihrem Konw-how. Die Experten dieser Einrichtungen werden beispielsweise Vor-Ort-Begehungen und eine kostenlose Energieberatung bei den Testhaushalten durchführen.

Wer beantwortet Fragen zum Sanierungstest?

Für Fragen rund um den Sanierungstest schreiben Sie bitte eine Mail an sanierungstest@co2online.de.

Wo kann ich mich bewerben?

Das geht schnell und einfach. Beantworten Sie bitte – jenach Sanierungsmaßnahme – einen der zwei Fragebögen. Interesieren Sie sich für beide Bereiche, senden Sie bitte beide Fragebögen. co2online freut sich auf Ihre Bewerbung.

(Quelle: co2online)

Bewerben und mitmachen Heizkessel>> [hier]
Bewerben und mitmachen Dämmung>> [hier]

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