Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien wächst

Der Deutsche Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien wächst laut NAI apollo group weiter

Nach Analyse des Immobilienberatungsunternehmens NAI apollo group hält die ungebrochen hohe Nachfrage nach deutschen Gewerbeimmobilien an und beschert dem Investmentmarkt ein sehr gutes Quartalsergebnis. Auf das dritte Quartal entfällt ein Volumen von 8,3 Mrd. Euro, das damit sowohl das Ergebnis des Vorquartals um 15,6 % als auch des Vorjahresquartals um 34,6 % übersteigt. „Auf die ersten neun Monate des Jahres 2014 summiert sich das Investmentvolumen auf ca. 25,4 Mrd. Euro, womit 33,0 % mehr Kapital in Gewerbeimmobilien investiert worden ist als im Vorjahreszeitraum 2013“ so Dr. Konrad Kanzler, Leiter Marktforschung bei der NAI apollo group.

Der Großteil der Investitionen im bisherigen Jahresverlauf hat in der Anlageklasse der Büroimmobilien stattgefunden. Ein Volumen von 12,0 Mrd. Euro bzw. ein Anteil von 47,2 % spiegelt ein Plus von 40 % gegenüber dem Vorjahr wieder. Den zweithöchsten Anteil mit 26,2 % (6,7 Mrd. Euro) haben Einzelhandelsimmobilien verbucht, der damit im Vorjahresvergleich unverändert geblieben ist. Eine deutliche Zunahme des Investmentvolumens konnte erneut bei Logistikimmobilien erfasst werden. Ein Plus von 54,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum führt zu einem Volumen von 2,7 Mrd. Euro bzw. einem Anteil von 10.5 %. „Damit ist diese Assetklasse auf Rekordkurs und übertrumpft bereits zum Ende des dritten Quartals das Spitzenjahr 2007, in dem 2,5 Mrd. Euro erzielt wurden“, so Kanzler. „Sonstige Nutzungen“ sind für ca 4,1 Mrd Euro bzw. 16,1 % verantwortlich, wovon nahezu die Hälfte des Volumens durch Hotelimmoblilien generiert worden ist. Portfoliodeals haben durch einen Zuwachs von 61,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum nun einen Anteil von 30,7 % bzw. 7.8 Mrd. Euro erreicht, wodurch diese wesentlich zu dem sehr guten Abschneiden des Investmentmarktes beigetragen haben ( Q1-Q3 2013: 4,8 Mrd. Euro bzw.. 25,4 % Anteil).

Das Gros des Investmentvolumens der ersten drei Quartale ist mit 13,9 Mrd. Euro bzw. 54,6 %  (Q1-Q3 2013: 12,7 Mrd. Euro bzw. 66,5 %-Anteil) durch deutsche Investoren getätigt worden. Gleichauf liegt das Verkaufsvolumen aus Deutschland mit ebenfalls 13,9 Mrd. Euro. Zweit und drittstärkste Investorenherkunftsstaaten sind mit 3,8 Mrd. (14,9 %) die USA sowie mit 1,8 Mrd Euro (6,9 %)  Großenklasse „100 bis 500 Mio. Euro“ entfällt infolge einer Vielzahl von Groß- und Portfoliodeals ein Anteil von 38,1 % bzw. 9,7 Mrd Euro, die damit ein Plus von 36,4 % verzeichnet. Der zweithächste Anteil ist durch Objekte „50 bis 100 Mio. Euro“ mit 4,4 Mrd. Euro weiterhin die Projektentwickler an zweiter Stelle hinter den Offenen Fonds/ Spezialfonds ein.

„Die ungebrochen hohe Nachfrage auf dem deutschen Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien findet im dritten Quartal 2014 in teilweise sindenden Spitzenrenditen in der Assetklasse Büro ihren Ausdruck“, so Lemler in Berlin (4,6 %), Frankfurt (4,6 %) und München (4,25 %) liegt die Renditereduktion im Vorquartalsvergleich bei 5 Basispunkten. Unverändert präsentieren sich die Büromärkte Düsseldorf (4,7 %) und Hamburg (4,55 %). Ebenfalls stabil zeigen sich die Top 5 Märkte in der Assetklasse Einzelhandel (Berlin: 4.35 %, Düsseldorf 4,20 %, Frankfurt 4,20 %, Hamburg 4,15 %, München 3,95 %). Logistigimmobilien verteuerten sich nur in Berlin um 5 Basispunkte auf nun 6,8 %. In Frankfurt (6,40 %), Düsseldorf (6,70 %), Hamburg (6,60 %) und München (6,40 %) ist die Logistikspitzenrendite im Vergleich zum Vorquartal gleichbleibend.

Zweifelsohne entwickelt sich das Jahr 2014 zu Jahr der Logistigimmobilien. Neben den etablierten Vehikeln werden neue Anlageprodukte (Spezialfonds) für dieses Segment von bereits im Markt tätigen Akteuren sowie auch von neuen Playern gelauncht. Das Gesamtjahresvolumen wird sich im Bereich der 3,5 Mrd. Euro Marke bewegen.

Auch die Internationalität der Nachfragebasis auf dem deutschen Invesmentmarkt schreitet weiter voran. „Neben Akteuren aus dem Nahen und mittleren Osten beobachten wir eine weiter wachsende Nachfrage acuh von Investoren aus China, Malaysia, Singapur, Südkorea und Thailand“, so Lemler.

„Trotz abkühlender Wirtschaftsleistung und sinkender Auftragseingänge, derzeit wird im Herbstgutachten der Bundesregierung für 2014 ein BIP-Wachstum von 1,3 % und für 2015 von 1,2 % prognostiziert, bleibt für Deutschland die ungebrochen hohe Nachfrage nach Immobilien bestehen“, so Kanzler. Für das Schlussquartal wird von der NAI apollo group ein Volumen oberhalb des Vorjahresniveaus von 11,4 Mrd. Euro prognostiziert, woraus sich auf Jahressicht ein Transaktionsvolumen von bis zu 40 Mrd. Euro ergibt. (Quelle: PM. NAI apollo group 20. Oktober 2014)

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