21 Mai

Nachfolge beginnt jetzt!

Neue Zielgruppen für die Unternehmensnachfolge von morgen gewinnen

entrepreneur-593352__180Die Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Iris Gleicke, hat am 19. Mai den Startschuss für das Projekt „Nachfolge beginnt jetzt! – Innovativer Content zum Thema Unternehmensnachfolge“ gegeben. Das Projekt wird vom Institut für Entrepreneurship, Mittelstand und Familienunternehmen (EMF – Institut) der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) durchgeführt.

Staatssekretärin Gleicke: „Viele mittelständische Unternehmen in Deutschland sind inhaber- oder familiengeführt. Die Übergabe des eigenen Lebenswerkes an die nächste Generation ist für viele Unternehmerinnen und Unternehmer ein entscheidender und oft schmerzhafter Schritt, den sie vor sich herschieben. Für Übernahmeinteressierte ist es oft schwer, die Chancen und Potenziale eines Betriebes von außen zu erkennen und realistisch zu bewerten. Mit der Initiative nexxt bringen wir seit 15 Jahren beide Seiten zusammen. Mit dem jetzt gestarteten Projekt wollen wir das Informationsangebot inhaltlich verbessern, um so neue Zielgruppen für die Möglichkeit einer Unternehmensübernahme zu erschließen. Vor allem praxistaugliche Informationen sind wichtig, damit der Generationenwechsel im Mittelstand gelingt.“

„Wir freuen uns sehr, dass das Projekt bewilligt wurde – nicht nur, weil die Unternehmensnachfolge ein zentrales Thema in Lehre und Forschung an der HWR Berlin ist“, so die Projektleiterin und EMF-Direktorin Prof. Dr. Birgit Felden. „Da sich immer weniger Nachfolgerinnen und Nachfolger finden, müssen neue Zielgruppen für das Thema interessiert werden. Es gibt immer noch Informationsdefizite, deshalb ist dieses Projekt so wichtig.“

Das EMF – Institut hat bereits in den letzten Jahren mit www.nachfolge-in-deutschland.de eine Plattform mit Inhalten rund um die Unternehmensnachfolge aufgebaut und etabliert. Die Inhalte werden weiter optimiert und durch Angebote wie die Nachfolgebörse www.nexxt-change.org und das BMWi-Unternehmensportal ergänzt. Anhand einer statistischen und inhaltlichen Auswertung des Nutzerverhaltens sollen in einem nächsten Schritt passgenaue Empfehlungen erarbeitet und weiteren Zielgruppen zugänglich gemacht werden. In dem auf drei Jahre angelegten Projekt, arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit Vertretern aus dem Mittelstand heraus, wie das bestehende Informationsangebot durch innovative und inhaltlich anspruchsvolle Medien (Kurzfilme, Videos, Social Media, Blogs, E-Books, Apps) ergänzt werden kann. So sollen neue Interessenten für das Thema Unternehmensnachfolge begeistert werden. Zudem werden Informationen in die englische Sprache übersetzt, um auch über Deutschland hinaus Übernahmeinteressierte gezielt anzusprechen. (Quelle: Gemeinsame PM der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 19. Mai 2015).

Weitere Informationen finden Sie unter www.nexxt-change.org und www.emf-institut.org

30 Jan

Knackpunkt Finanzierung für Unternehmensnachfolge

Unternehmensnachfolge: Knackpunkt Finanzierung

Der Zugang zum Bankkredit als die klassische Finanzierungsform für Unternehmensübernahmen hat sich in den letzten zwölf Monaten verbessert. Dennoch hat jeder zweite, der ein Unternehmen übernimmt, Schwierigkeiten, den Kaufpreis und erforderliche Modenisierungsinvestitionen zu finanzieren. Das gilt selbst in der aktuellen Niedrigzinsphase, wie der DIHK Nachfolgereport  belegt. Besonders in der Industrie schreckt der hohe Kapitalbedarf deshalb schon im Vorfeld viele mögliche Neu-Inhaber ab. Hier kommen rein rechnerisch fünf Alt-Eigentümer auf einen möglichen Nachfolger.

Immer mehr Unternehmer erreichen gegenwärtig das „Ruhestandsalter“ Gleichzeitig ziehen viele Qualifizierte eine gut dotierte Festanstellung der risikoreicheren Selbständigkeit vor. Kommt es denoch zu Übernahmeverhandlungen, scheiden sich beim Kaufpreis oft die Geister. Vier von zehn Alt-Inhabern fordern mit Blick auf ihr Lebenswerk eine aus Sicht der Käufer zu hohe Summe.

Auch wenn es den potenziellen Nachfolgern oft am notwendigen Kapital mangelt, so machen sich doch die derzeit guten Finanzierungskonditionen positiv bemerkbar. In vielen Fällen tragen laut IHK Berichten aber darüber hinaus eine verbesserte Finanzkommunikation zwischen Finanzierungspartnern, Übergebern und Übernehmern dazu bei, dass es mit der Finanzierung besser klappt. Fortschritte sehen die IHKs auch bei der Übernahme von Bürgschaften. Die recht gut laufende Konjunktur hat das Kreditausfallrisiko und damit auch das Verlustrisiko für die Vergabe von Bürgschaften gemindert. Bürgschaften helfen, den gerade bei Gründern anzutreffenden Mangel an Sicherheiten etwas zu lindern.

Die zusätzlichen Regulierungen der Finanzmärkte werden den Zugang zu Fremdkapital sukzessive erschweren. Deshalb wird die Beteiligungsfinanzierung auch bei Betriebsübernahmen künftig eine stärkere Rolle spielen müssen. Ein wichtiges Hemmnis liegt hier allerdings in den restriktiven Regelungen zur Nutzung des Verlustvortrags (§ 8c KStG, auch Mantelkaufverbot). Diese sollten nach Ansicht des DIHK auf Missbrauchsfälle beschränkt werden. Außerdem will die Bundesregierung prüfen, Veräußerungsgewinne bei Streubesitzanteilen von unter zehn Prozent zu besteuern. Das würde Beteiligungen für Investoren unatraktiv machen und so auch die Finanzierung von Unternehmensnachfolgen erschweren. Bei der Finanzierung von Übernahmen mit Beteiligungskapital ist die Situation zwar zuletzt nicht mehr ganz so eng. Doch zwei Drittel der IHKs berichten nach wie vor von einem schwierigen Zugang. Ähnliches gilt bei der Finanzierung der Übernahme mit Eigenmitteln. Kaum jemand kann eine Betriebsübernahme überwiegend aus eigener Schatulle stemmen.

Mit Blick auf eine familieninterne Nachfolge herrscht in vielen Unternehmen durch das Erbschaftsteuergesetz des Bundesverfassungsgericht große verunsicherung. Die Politik ist gefordert, möglichst rasch ein verfassungsfestes, mittelstandsfreundliches Gesetz vorzulegen, das den Familienunternehmen in Deutschland Rechtssicherheit bietet, eine steuerlich höhere Belastung bei der Unternehmensübergabe ausschließt und so den Standortvorteil „Unternehmenskultur“ in Deutschland sichert. (Quelle: Newsletter DIHK 04 vom 22.01.2015).

Den DIHK Nachfolgereport finden sie hier (www).

!cid_image_1343816864750 !cid_image_1343816864749 !cid_image_1343816864748 !cid_image_1343816864747

14 Aug

Unternehmensnachfolge – Baden-Württemberg

IHK – Publiktion stellt neue Fallbeispiele vor

Wie der Generationswechsel im Mittelstand vorbereitet und geregelt werden kann, verdeutlichen die baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) jetzt in einer Neuauflage ihrer Veröffentlichung „Unternehmensnachfolge – Personen, Fakten, Service Angebote“.

Zwölf konkrete Fallbeispiele illustrieren ganz unterschiedliche Modelle, Rahmenbedingungen und Erfahrungen sowohl beim Übergeber als auch beim Übernehmer.

Dabei wird deutlich, wie wichtig die rechtzeitige Planung des Generationswechsels ist und welche Chancen eine Unternehmensübernahme für den Nachfolger eröffnen kann. Aber auch Risiken und Problemfelder werden nicht verschwiegen. Und nicht zuletzt bieten die Beiträge eine Orientierung über die Themen, die bei einer Übergabe zu beachten sind.

Die Publikation steht zum kostenlosen  [Download PDF] bereit.

!cid_image_1343816864750 !cid_image_1343816864749 !cid_image_1343816864748 !cid_image_1343816864747

Empfehlen